Lohnt sich ein Firmenblog?
Was du schreiben sollst, damit dich Google und ChatGPT finden
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Wenn im Erstgespräch das Wort Blog fällt, passiert fast immer dasselbe. Ein kurzer Blick zur Seite. Dann: „Und was soll ich da bitte schreiben? Ich verlege Fliesen.“
Berechtigte Frage. Die meisten Firmenblogs beantworten sie nämlich falsch. Da steht dann, dass man auf einer Messe war. Dass das Team gewachsen ist. Frohe Weihnachten. Das liest kein Mensch. Google auch nicht.
Unser eigenes Magazin hat übrigens auch ein paar solche Einträge. Wir räumen gerade auf.

Die kurze Antwort
Ja, ein Blog lohnt sich. Aber nur, wenn er Fragen beantwortet, die deine Kunden wirklich stellen. Alles andere ist ein Tagebuch. Und Tagebücher bringen keine Anfragen.
Die Leute suchen nach ihrem Problem, nicht nach dir
Deine Startseite sagt, wer du bist. Deine Leistungsseiten sagen, was du anbietest. Beides braucht es. Nur sucht kaum jemand nach dem, was du anbietest.
Niemand tippt „Bodenleger Wiener Neustadt", solange er noch überlegt, ob er überhaupt einen neuen Boden will. Er tippt „Vinyl oder Laminat fürs Kinderzimmer". Oder „wie oft kann man Parkett abschleifen". Genau in diesem Moment fällt die Entscheidung. Wer dann die Antwort liefert, steht auf der Landkarte. Lange bevor der Kunde anfängt, Angebote einzuholen.
Ein guter Blogartikel ist ein Wegweiser an genau dieser Abzweigung.
Wie das in echt ausschaut, sieht man bei Vogl Fussbodentechnik. Dort beantwortet der Blog die Fragen, die Kunden einem Bodenleger wirklich stellen. Wie lange der Estrich trocknen muss. Welcher Boden die Fußbodenheizung verträgt. Kein Thema für den Smalltalk. Für jemanden, der gerade baut, aber bares Geld wert.
Und jetzt liest auch die KI mit
Wer ChatGPT fragt, wie lange ein Estrich trocknen muss, bekommt eine Antwort. Ausgedacht hat sich die KI die nicht. Sie hat sie irgendwo gelesen. Auf Seiten, die genau diese Frage klar und konkret beantworten.
Lautet die nächste Frage dann „Wer macht das bei mir in der Gegend?", hat der Betrieb hinter dieser Seite schon einen Fuß in der Tür. Wie KI-Systeme ihre Empfehlungen auswählen, haben wir hier ausführlich erklärt.
Ein Blogartikel arbeitet also doppelt. Für Google und für die KI. Mit genau demselben Text. Du musst nicht für jede neue Suchmaschine ein eigenes Kapitel aufmachen.
Woher du deine Themen bekommst
Nicht aus einem Keyword-Tool. Zumindest nicht am Anfang. Sondern aus deinem Telefon.
Leg dir zwei Wochen lang einen Zettel neben den Schreibtisch. Oder eine Notiz am Handy. Jede Frage, die ein Kunde stellt, kommt drauf. Am Telefon, per Mail, auf der Baustelle. Auch die, die du schon tausendmal beantwortet hast. Gerade die.
Nach zwei Wochen hast du mehr Themen als Zeit. Und sie fallen fast immer in dieselben Schubladen:
- Was kostet das? Die Frage, die alle haben und die kaum ein Betrieb online beantwortet. Eine ehrliche Preisspanne mit den Faktoren dahinter schlägt jedes „Preise auf Anfrage".
- A oder B? Vinyl oder Laminat. Fenster tauschen oder sanieren. Leasing oder Kauf. Vergleiche werden kurz vor der Entscheidung gesucht.
- Wie läuft das ab? Dauer, Wartezeiten, was der Kunde vorher selbst erledigen kann.
- Was kann schiefgehen? Typische Fehler und Schäden. Hier zeigst du, dass du dich auskennst, ohne es behaupten zu müssen.
- Brauche ich das überhaupt? Die ehrlichste Schublade. Wer manchmal „nein" schreibt, dem glaubt man das „ja".
Was nicht in den Blog gehört
Alles, was nur dich interessiert. Firmenjubiläum, neues Firmenauto, Messebesuch. Das darf auf Facebook oder Instagram, dort freuen sich deine Stammkunden darüber. Im Blog ist es eine Sackgasse. Niemand sucht danach, und es verwässert, wofür Google dich eigentlich kennen soll.
Genauso heikel: drei Artikel zum selben Thema. „Was kostet ein Bad", „Badsanierung Kosten", „Preise für ein neues Badezimmer". Klingt fleißig. Für Google sind das drei Hausnummern für dasselbe Haus, und am Ende weiß keiner, wo er klingeln soll. Ein Thema, ein Artikel. Lieber den bestehenden besser machen, als einen neuen danebenzustellen.
Wie oft und wie lang
Einmal im Monat reicht. Wirklich. Ein guter Artikel im Monat bringt dir übers Jahr mehr als vier halbherzige pro Woche, die nach drei Monaten wieder einschlafen.
Apropos einschlafen: Ein Blog, dessen letzter Eintrag von 2022 ist, wirkt schlechter als gar keiner. Ein bisserl wie ein Geschäft mit Weihnachtsdeko im Juli.
Und die Länge? So lang, wie die Antwort braucht. Die Trockenzeit von Estrich ist vielleicht in 600 Wörtern erklärt. Ein Vergleich zweier Heizsysteme braucht mehr. Wörter zählen bringt nichts. Vollständig antworten schon.
Ein paar Handgriffe entscheiden, ob ein Artikel gefunden wird:
- Die Frage gehört in die Überschrift. So, wie der Kunde sie stellt. Nicht so, wie sie im Fachbuch steht.
- Die Antwort gehört in die ersten paar Sätze. Die Erklärung kommt danach.
- Konkrete Angaben statt Floskeln. „Zwei bis drei Tage" sagt mehr als „zeitnah".
- Ein Link zur passenden Leistungsseite. Sonst liest der Besucher deine Antwort und ruft trotzdem woanders an.
- Echte Fotos von deiner Arbeit. Ein Stockbild erkennt inzwischen jeder.
Selber schreiben oder schreiben lassen?
Selber schreiben geht. Rechne beim ersten Mal mit einem halben Arbeitstag pro ordentlichem Artikel. Dein größter Vorteil: Niemand kennt die Fragen deiner Kunden so gut wie du. Dein größtes Risiko: Nach dem dritten Artikel kommt die Hochsaison, und der Blog schläft ein.
Wenn du es abgeben willst: In unseren SEO-Paketen ist ein Blogbeitrag fix dabei. Du lieferst die Fragen, wir machen den Rest.
Und wenn dein Betrieb so ausgelastet ist, dass du gar keine neuen Anfragen willst? Dann lass es. Ehrlich. Dann gibt es Wichtigeres.
Was bleibt
Google schraubt alle paar Monate am Algorithmus. Die KI-Suche krempelt gerade das halbe Internet um. Die Fragen deiner Kunden bleiben trotzdem dieselben. Wer sie beantwortet, bleibt SICHTBAR, egal wer gerade die Landkarte zeichnet.
Rundherum ändert sich alles. Bei dir bleibt es ruhig.
Liebe Grüße Christoph Paugger, Marketing Platzhirsch
Häufige Fragen zum Firmenblog
Lohnt sich ein Blog auch für kleine Betriebe? Ja, gerade für die. Große Anbieter beantworten selten die konkreten Fragen aus deiner Region. Ein kleiner Betrieb, der das macht, hat bei diesen Suchen oft wenig Konkurrenz.
Wie lange dauert es, bis ein Blogartikel bei Google gefunden wird? Meist einige Wochen bis wenige Monate. Das hängt von der Konkurrenz beim Thema ab und davon, wie gut deine Website technisch aufgestellt ist.
Wie oft sollte ich als KMU bloggen? Einmal im Monat reicht. Regelmäßigkeit ist wichtiger als Menge.
Kann ich Blogartikel mit KI schreiben? Als Werkzeug ja, wir arbeiten selbst damit. Aber ein KI-Text ohne deine Erfahrung sagt dasselbe wie tausend andere Seiten. Was einen Artikel wertvoll macht, sind deine Zahlen, deine Fälle und deine Antworten.
Was ist der Unterschied zwischen Blog und Leistungsseite? Die Leistungsseite sagt, was du anbietest. Der Blog beantwortet die Fragen davor. Beide verlinken aufeinander.
Welche Fragen googeln deine Kunden?
Schick uns die Adresse deiner Website. Wir schauen nach, wonach in deiner Branche und Region gesucht wird, und schicken dir eine Handvoll Themen für den Anfang. Ohne Verkaufsgespräch.
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